Organschäden

DIE PROGRESSION DER CHRONISCHEN NIERENERKRANKUNG SCHÄDIGT NICHT NUR DIE NIEREN

Durch die frühzeitige Behandlung einer chronischen Nierenerkrankung (CKD) können Sie die Nieren Ihrer Patienten schützen – und auch ihr Herz.

CKD in T2D increases CV death by 3x

Patienten mit Typ-2-Diabetes und CKD haben ein 3-mal höheres Risiko, aus kardiovaskulären Gründen zu sterben, als Patienten, mit nur Typ-2-Diabetes.1*

60% of CKD patients have CVD

Mehr als 60% der Patienten mit CKD haben eine kardiovaskuläre Erkrankung.2,3

*Studie zur Gesamtmortalität bei Patienten mit CKD und/oder Typ-2-Diabetes in den USA (n = 15.046).

Bei CKD und Typ-2-Diabetes mag der Fokus auf den Nieren liegen, doch die Gesundheit der Nieren hat auch weitreichende Konsequenzen für den Rest des Körpers – vor allem für die kardiovaskuläre Funktion. Wie die hohe kardiovaskulär bedingte Mortalität bei Patienten mit CKD und Typ-2-Diabetes zeigt, besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem kardiovaskulären und dem renalen System. Die 3 Prozesse, die eine CKD-Progression begünstigen, tragen somit nicht nur zu weiteren Nierenschäden bei, sondern erhöhen auch das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse.4,5

CKD hat erhebliche Auswirkungen auf Nieren und kardiovaskuläres System5-7

Kidney changes image

Nierenveränderungen5,6

  • Glomeruläre Hypertrophie
  • Schäden an Gefäßen der Niere
  • Nierenschäden
  • Eingeschränkte Durchblutung
Cardiac damage Image

Kardiovaskuläre Veränderungen5,6

  • Linksventrikuläre Hypertrophie 
  • Arrhythmie
  • Kardiomyopathie
  • Eingeschränkte Durchblutung

Kardiovaskulär bedingte Mortalität stellt für Patienten mit CKD und Typ-2-Diabetes ein erhebliches Risiko dar1,2

Bei Patienten mit CKD besteht ein 6-mal höheres Risiko, aus kardiovaskulären Gründen zu sterben, als eine terminale Niereninsuffizienz zu entwickeln. Dieses Risiko steigt, wenn die CKD fortschreitet und die Nierenfunktion weiter abnimmt. Deshalb ist die frühzeitige Erkennung einer CKD bei Typ-2-Diabetes der erste Schritt auf dem Weg hin zu einer Verlangsamung der CKD-Progression und einer Verhinderung negativer kardiovaskulärer Folgen.4,8,9

FRÜHZEITIGE, REGELMÄSSIGE UNTERSUCHUNGEN KÖNNEN DAZU BEITRAGEN, EINE CKD-PROGRESSION ZU ERKENNEN4

Bei CKD und Typ-2-Diabetes werden vor allem 2 Tests eingesetzt, um zu ermitteln, wie gut die Nieren arbeiten:

Estimated glomerular filtration rate

Geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR)4

  • Beschreibt die Filterleistung der Nieren auf Basis des Serumkreatinins
  • Ist ein zuverlässigerer Indikator für Nierenschäden im fortgeschrittenen Stadium10
  • Sinkende eGFR-Werte sprechen für eine abnehmende Nierenfunktion 
  • Diagnose CKD wird typischerweise gestellt, wenn die eGFR unter 60 ml/min/1,73 m2 sinkt
Urine albumin-to-creatinine ratio

Albumin-Kreatinin-Quotient (UACR)10,11

  • Misst die Albumin-Menge (ein Abfallprotein), die sich im Urin befindet, und setzt dies zum Kreatininspiegel ins Verhältnis
  • Bietet eine höhere Sensitivität für Nierenschäden, insbesondere Nierenschäden im frühen Stadium
  • Zeigt eine erhöhte Albumin-Menge im Urin an
    • Hohe Albuminurie (30-300 mg/g)12
    • Sehr hohe Albuminurie (>300 mg/g)12
  • Im Gegensatz zur eGFR steht der UACR in einem linearen Verhältnis zur kardiovaskulären Mortalität und kann zur kardiovaskulären Risikoabschätzung genutzt werden

Bei Patienten mit hoher Albuminurie besteht ein 1,5-mal höheres Risiko, an einem kardiovaskulären Ereignis zu sterben, als bei Patienten mit normalem Albuminspiegel.

Zu solchen Ereignissen zählen etwa der Myokardinfarkt, die Herzinsuffizienz, der plötzliche Herztod und Schlaganfälle – und das Risiko ist unabhängig von der eGFR.11

Die Schädigung der Nieren infolge von CKD bei Typ-2-Diabetes können auf zellulärer Ebene auftreten und so bereits Auswirkungen auf das kardiovaskuläre System haben, bevor eGFR-Tests eine eingeschränkte Nierenfunktion anzeigen. Obwohl die jährliche Durchführung beider Tests in den KDIGO-Leitlinien empfohlen wird, findet weltweit zu selten ein Screening auf Albuminurie statt.10,13,14

 

Das folgende Diagramm zeigt, wie sich mit beiden Tests zusammen das Risiko einer Progression hin zu einer terminalen Niereninsuffizienz bestimmen lässt. Es kann eingesetzt werden, wenn Sie bei Patienten mit CKD und Typ-2-Diabetes zunehmende Nierenschäden und ein ansteigendes kardiovaskuläres Risiko vermuten.4

Gemeinsam betrachtet können eine zunehmende Albuminurie und eine sinkende eGFR auf klinische Manifestationen einer Nierenschädigung hindeuten.4,15

UACR and eGFR can show risk of progression

Blau: geringes Risiko einer CKD-Progression; gelb: leicht erhöhtes Risiko einer CKD-Progression, wobei einmal jährlich eine Bestimmung von eGFR und UACR empfohlen wird; orange: mäßig erhöhtes Risiko einer CKD-Progression, wobei zweimal jährlich eine Bestimmung von eGFR und UACR empfohlen wird; rot: hohes Risiko einer Schädigung, wobei dreimal jährlich eine Bestimmung von eGFR und UACR empfohlen wird; dunkelrot: sehr hohes Risiko einer CKD-Progression, wobei mindestens viermal jährlich eine Bestimmung von eGFR und UACR empfohlen wird. Basierend auf Leitlinienempfehlungen.

Der Schutz der Patienten vor Nierenschäden beginnt mit der frühzeitigen Erkennung von CKD4,16

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MR: mineralocorticoid receptor.

Literatur: