Ausmaß der CKD bei Typ-2-Diabetes

Chronische Nierenerkrankung (CKD) und Typ-2-Diabetes haben weitreichende Auswirkungen

7 Millionen Menschen haben Typ-2-Diabetes

Rund 7 Million Menschen in Deutschland sind an einem Typ-2-Diabetes erkrankt. Und ihre Zahl steigt.1

CKD-Patienten haben 10-mal höheres Risiko, an kardiovaskulären Erkrankungen zu sterben, als terminale Niereninsuffizienz zu entwickeln

Patienten mit CKD im Stadium 3 haben ein 10-Mal höheres Risiko zu sterben (auch in Folge kardio-vaskulärer Erkrankungen), als dialysepflichtig zu werden oder eine Nierentransplantation zu erhalten. 2,3*

Terminale Niereninsuffizienz ist bei Patienten mit Typ-2-Diabetes 10-mal häufiger

Eine terminale Niereninsuffizienz ist bei Patienten mit Diabetes 10-mal häufiger als bei Patienten ohne Diabetes.4+

CKD verkürzt die Lebenserwartung um 16 Jahre

CKD kann die Lebenserwartung von Patienten mit Typ-2-Diabetes im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung um bis zu 16 Jahren verkürzen.5

*Norwegische Beobachtungsstudie über 10 Jahre zu allen Patienten mit CKD in Stadium 3 und Diabetes mellitus (N = 3.047)3
†Laut gepoolten Daten zu Patienten mit Diabetes mellitus aus 54 Ländern4

Bei 40% der Patienten mit Typ-2-Diabetes kann die Entwicklung von CKD auf Schäden zurückzuführen sein, die der Diabetes hervorgerufen hat.6 

Eine Erhöhung des Risikos kardiovaskulärer Ereignisse tritt bereits früh im Verlauf der CKD auf und nimmt im Laufe der Zeit zu.7-9 

Ein Fortschreiten der chronischen Nierenerkrankung bei Patienten mit Typ-2-Diabetes kann die Nieren und andere Organe schädigen.6,10,11

Dies kann zu Organversagen und zum Tod führen. Zwar können Patienten mit CKD und Typ-2-Diabetes auch allein am Diabetes versterben, in der Realität ist die Mortalität infolge kardiovaskulärer Ereignisse und terminaler Niereninsuffizienz sogar noch höher.6,7,10

 

    CKD erhöht die kardiovaskuläre Krankheitslast von Patienten mit Typ-2-Diabetes (T2D)12

    Ausmaß der CKD bei Typ-2-Diabetes

    (p<0,001)

    Studie zu Patienten mit CKD und Typ-2-Diabetes in Deutschland im Vergleich zu Patienten mit Typ-2-Diabetes, aber ohne CKD (n = 343.675)

    Bei beeinträchtigter glomerulärer Filtrationsrate (GFR) und Vorliegen einer Albuminurie steigt die 10-Jahres-Mortalität an10

    Diagramm eGFR und erhöhte 10-Jahres-Mortalität

     

     

    Studie zur Gesamtmortalität bei Patienten mit Typ-2-Diabetes (T2D) mit oder ohne CKD in den USA (n = 15.046)

     

    Um die Nierenfunktion und Nierenschäden zu ermitteln, wird die jährliche Bestimmung des Albumin-Kreatinin-Quotienten (UACR) und der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) empfohlen.13

    Terminale Niereninsuffizienz ist mit weitreichenden Komplikationen für Patienten verbunden

    Die CKD-Progression bei Typ-2-Diabetes führt unaufhaltsam zu einer nachlassenden Nierenfunktion, einem kardiovaskulären Funktionsverlust und schließlich einer terminalen Niereninsuffizienz. Fällt die Nierenfunktion unter eine bestimmte Grenze, werden die Patienten mit den Komplikationen und Risiken einer terminalen Niereninsuffizienz konfrontiert.7

    Die Standardtherapien (Transplantation oder Dialyse) sind alles andere als optimal: 

    • Die Dialyse stellt eine erhebliche Belastung für die Patienten dar und ist mit einer Mortalität von bis zu 20% pro Jahr verbunden.14
    • Der Transplantation sind aufgrund des Organmangels Grenzen gesetzt.14

    Haben die Patienten erst einmal das Stadium der terminalen Niereninsuffizienz erreicht, bedeutet dies nicht nur eine massive Einschränkung ihrer Lebensqualität, da in vielen Bereichen die Erkrankung fortan den Alltag diktiert. Es sterben ca. 60% von ihnen innerhalb der nächsten 5 Jahre.2 Selbst mit einer optimalen Dialysetherapie oder optimalen Transplantationsergebnissen lässt sich bestenfalls eine Nierenfunktion erzielen, die weit unter dem natürlichen Niveau liegt. Deshalb kommt dem Schutz der Nieren vor einer Progression der Nierenerkrankung eine entscheidende Bedeutung zu.2,7

    Die Inzidenz der terminalen Niereninsuffizienz ist trotz Fortschritten in der Therapie des Typ-2-Diabetes auf einem ähnlichen Niveau geblieben.7,15

    Diagramm Therapie hat Inzidenz terminaler Niereninsuffizienz nicht verändert

    Seit den 1990er Jahren konnte durch Fortschritte bei der Kontrolle von Blutzucker und Blutdruck ein deutlicher Rückgang der Typ-2-Diabetes-bedingten Komplikationen erzielt werden. Dies gilt insbesondere für kardiovaskuläre Ereignisse. Doch trotz dieser Verbesserungen besteht bei Patienten mit CKD und Typ-2-Diabetes nach wie vor ein erhebliches Risiko für eine CKD-Progression.7,15
    Die Standardtherapie ist nicht in der Lage, die Inzidenz der terminalen Niereninsuffizienz zu senken. Hier besteht weiterhin ein hoher medizinischer Bedarf.15

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    Literatur:

    • Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2020. Unter: https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Stellungnahmen/Gesundheitspolitik/Gesundheitsbericht_2020.pdf Return to content
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